Geographen der RWTH verzeichnen am 25. Juli 2019 höchste je in Aachen gemessene Temperatur

25.07.2019

Am 25. Juli 2019 wurde mit 40,0 Grad Celsius die höchste Lufttemperatur seit Beginn der Aachener Messungen im Jahr 1901 festgestellt. Damit wurde erstmals eine Temperatur von 40,0 Grad Celsius überhaupt erreicht. Zuvor waren die vorherigen Rekorde von 1911 (37,0 Grad Celsius) und 2015 (37,7 Grad Celsius) gestern, 24. Juli 2019, mit 38,1 Grad Celsius gebrochen worden.

 

Die Messungen erfolgten in zwei Meter Höhe über Grund an der Klimamessstation Aachen-Hörn des Geographischen Instituts der RWTH, wo seit 1980 Registrierungen vorgenommen werden. Mit berücksichtigt wurden zum Vergleich die Daten der Station Aachen (Wetterstation), die der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf dem Aachener Wingertsberg von 1901 bis 2011 betrieben hat. Insgesamt ist dies in diesem Jahr bereits der achte sogenannte heiße Tag – dies bedeutet ein Temperaturmaximum von mehr als 30 Grad Celsius; normal findet dies an drei bis vier Tage pro Jahr statt. Zudem ist dies der dritte Tag mit einer Temperatur höher als 35 Grad Celsius. In der derzeit noch so genannten Normalperiode von 1961 bis 1990 gab es insgesamt nur vier Tage mit einem Temperaturmaximum von 35 Grad Celsius in 30 Jahren, seit 1991 sind dies 29 Tage.

Durch die aktuelle Wetterlage würden subtropische Luftmassen aus dem Mittelmeerraum ungewöhnlich weit nach Mitteleuropa verfrachtet, so die RWTH-Wissenschaftler. Sehr hohe Sommertemperaturen würden oft in Zusammenhang mit vergleichbaren Wetterlagen auftreten, gehäuft seit den 1990er Jahren, was als ein deutliches Zeichen für den Klimawandel gelte. In den Städten kommt bei Hitzewetterlagen noch die thermische Wirkung der – ebenfalls in den letzten Jahren deutlich ausgeweiteten – Bebauung hinzu.

Redaktion: Presse und Kommunikation